Es gibt 1 Beitrag von gavin
weitere Infos zu diesem Film | 25 Forenbeiträge
04.10.2004
...ist dieser Film! Nach all den Diskussionen und Meinungen, hatte ich dann doch etwas "Brisanteres" erwartet. Doch nichts dergleichen: Hitler war ein Mensch - wer hätte das gedacht? Der Mann konnte nett sein, aber eben auch ein Schreihals! Na, wirkliche Erkenntnisse sind das nicht. Und nun wird er eben auch so dargestellt (wobei die Frage ist, ob das Relevanz hat) - wenigstens von einem wirklich großen Schauspieler. Aber ob die Darstellung nun, wie vielfach disskutiert, endlich einmal karikaturfrei war? Ich schließe mich der hier im Forum schon geäußerten Meinung an: kleine, schreiende Männer sind nun eben meist schon Karikaturen ihrer selbst, da ist es schwer, sie dann schauspielerisch nicht lächerlich darzustellen.
Ansonsten erstaunte mich vor allem die Professionalität der Produktion. Meiner Meinung nach der erste Film aus Deutschland, der in seiner rein formalen Machart wirklich auf Hollywoodniveau funktioniert (von Petersens 'Boot' abgesehen). Eichinger eben - und auch da muß ich der hier schon geäußerten Meinung zustimmen, daß es ihm sicherlich nicht um Beiträge zur deutschen Vergangenheitsbewältigung zu tun ist; war eben das richtige Thema zum richtigen Zeitpunkt und Eichinger verfügt über die Mittel, es "richtig" umzusetzen.
Wirklich interessant wäre ein Film gewesen, der etwas beigetragen hätte zu der Frage, wie ein verkrachter Künstler es schaffen konnte, in relativ kurzer Zeit legal die Macht an sich zu reißen. Ist allerdings sehr viel schwerer darzustellen und bei weitem nicht so spannend und dramatisch und tragisch (außer Visconti hätt´ es gemacht - aber der wußte wahrscheinlich, warum nicht...). Und so schön die ganze Zeit gekracht und gewummst hätte es auch nicht.
Nein, ich würde sagen, der Film ist die ganze Diskussion nicht wert....
c u
gavin

Ein Wonnemonat für Filmfans
Neustarts und Preisverleihungen im Mai – Vorspann 05/26
„Es geht vor allem um Selbstermächtigung“
Regisseur Markus Schleinzer über „Rose“ – Gespräch zum Film 05/26
Was es bedeutet, ein Mädchen zu sein
„Girls Don’t Cry“ im Odeon – Foyer 04/26
Die Hose als Freiheit
NRW-Premiere von „Rose“ im Düsseldorfer Cinema – Foyer 04/26
Köln als Geburtsstadt des Kinos
Stefanie Wüster-Bludau über die Jubiläumsveranstaltung „Wir feiern 130 Jahre bewegte Bilder“ – Portrait 04/26
Feiern im Kreis von Freunden
„Die Schwester der Braut“ im Filmforum – Foyer 04/26
Filme in die Welt tragen
Das Internationale Frauenfilmfest Dortmund+Köln – Festival 04/26
„Kein großes Spektrum an Geschlechtsvielfalt“
Schauspielerin Caro Braun über „Rose“ – Roter Teppich 04/26
Ein Fest im Dunkeln
20 Jahre Filmforum NRW – Festival 04/26
Weimerer Republik
Zur freien Filmkunst – Vorspann 04/26
Film für die ganze Familie
„Mein Freund Barry“ im Cinedom – Foyer 03/26
Was uns blüht
Die Oscars und die Zukunft mit KI – Vorspann 03/26
Zu Unrecht beschuldigt
„Blame“ im Odeon – Foyer 02/26
Bilder von Arbeit, Arbeit am Bild
Das Symposium der dokumentarfilminitiative im Filmhaus Köln – Foyer 02/26
Fiktion mit realen Hintergründen
„White Snail“ im Filmhaus – Foyer 02/26
Nur das Allerbeste?
Vom kollektiven Drang zum relativierten Superlativ – Vorspann 02/26
Alles auf Anfang
Lebensfragen aus weiblicher Perspektive – Vorspann 01/26
„Es ist niemals Pause“
Katharina Pethke über ihre Filme zur Arbeitswelt – Portrait 12/25
„Stromberg hat Relevanz für die heutige Zeit“
Ralf Husmann über „Stromberg – Wieder alles wie immer“ – Gespräch zum Film 12/25
„Beweise sichern für das, was afghanische Frauen durchmachen“
Sahra Mani über ihren Film „Bread & Roses: A Fight for Women's Rights“ - Portrait 12/25
Langfilmdebüt einer Schauspielerin
„Paternal Leave – Drei Tage Meer“ im Filmhaus – Foyer 12/25
Heldenspektakel
Männerrollen auf Leinwand – Vorspann 12/25
Grenzenlos
10. European Arthouse Cinema Day – Festival 11/25
In NRW wird Kino wirklich gelebt
Verleihung der Kinoprogrammpreise NRW in der Wolkenburg – Foyer 11/25
Raus aus dem Schmuddelwetter
Tiefgründige Filme im No!vember – Vorspann 11/25