Leichen pflastern seinen Weg
Italien, Frankreich 1968, Laufzeit: 105 Min.
Regie: Sergio Corbucci
Darsteller: Klaus Kinski, Jean-Louis Trintignant, Vonetta McGee
Wieder-Sehen
Raspa (407), 17.09.2016
Ich habe den Film nach Jahrzehnten wieder einmal angesehen und finde Kinokeules Kritik durchaus treffend. Ergänzend würde ich noch anmerken, dass es schon ein heftiger Tabubruch war, dass das Böse bis zum Ende triumphiert. Das war damals sicher noch weit schockierender für die Zuschauer, für die spätestens beim Showdown der bad guy eigentlich sterben musste.Corbucci bewies also Mut, indem er Sehgewohnheiten missachtete.
Loco und Silence
Kinokeule (541), 27.04.2006
Es war schon eine tolle Idee, einen Western in den verschneiten Bergen spielen zu lassen.
"Loco", gespielt von Klaus Kinski, verdient sein Geld mit der Ermordung von Gesetzlosen. Dadurch setzt er sich dem Zorn der Waisen und Witwen aus. Die engagieren den Killer "Silence", der nach einer Kindheitsattacke nicht mehr sprechen kann. In "Snow Hill" kommt es zu einem ungleichen Showdown.
Trignitant braucht als "Silence" nicht ein Wort zu sprechen und kommt mit zwei Gesichtsausdrücken aus. Kinski darf mit den Augen rollen. Die zuckersüße Musik von E.Morricone steht in wunderbarem Kontrast zu der durchaus brutalen Szenerie. Die Dialoge sind hölzern und aus der Western-Phrasendreschmaschine.
Im ganzen ist der Film unfreiwillig humorvoll und mit einer guten Portion Trash ausgestattet. Dabei erhält er sich aber seine innere Würde und Schönheit. Im ohnehin kuriosen Spaghetti-Western-Genre ist dieser Film von besonderer Einmaligkeit (4 Sterne).

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