Mexican
USA 2001, Laufzeit: 123 Min., FSK 12
Regie: Gore Verbinski
Darsteller: Brad Pitt, Julia Roberts, James Gandolfini, Bob Balaban, J.K. Simmons, David Krumholtz, Richard Coca, Michael Cerveris, Sherman Augustus, Castulo Guerra, Gene Hackman
Nur einen Deal will Jerry (Brad Pitt) noch hinter sich bringen. Das verspricht er seiner temperamentvollen Freundin Samantha (Julia Roberts). Doch die ist mit ihrer Geduld am Ende und schmeißt ihn raus. Jerry verdient sein Geld mit kleinen Diensten für ein Gangstersyndikat, die er meistens verpatzt. Fast unfreiwillig schlittert er so in immer wieder neue Jobs. Um einen nicht unerheblichen Schaden wieder gut zu machen, den der sympathische Loser-Typ beim letzten Mal verursacht hat, soll er diesmal nach Mexiko und irgendwem eine wertvolle alte Pistole abjagen.Das turbulente Abenteuer nimmt also seinen Lauf. Der Film von Gore Verbinski, erfolgreicher Werbefilmer und bisher nur als Regisseur der Erfolgs-Komödie "Mäusejagd" in Erscheinung getreten, splittet seinen flotten Kriminal-Salsa gleich zu Beginn in eine rasante Parallelhandlung auf: Jerrys Chaos-Trip durchs wilde Mexiko und Samanthas Reise, die sie eigentlich nach Las Vegas, zu ihrer alten Arbeitsstelle, führen sollte. Doch sie ist nicht allein. Der Mafia-Killer Leroy (James Gandolfini) entführt sie, um gegen den wieder außer Kontrolle geratenen Jerry ein Pfand in der Hand zu haben. Das ungleiche Paar, das sich mehr und mehr aneinander gewöhnt, macht sich also ebenfalls auf den Weg nach Süden, um den bedauernswerten Ganoven (und die Pistole!) zu finden. Pechvogel Jerry ist nämlich längst verschollen. Es gibt kaum ein Missgeschick, dass ihm nicht passiert. Doch in Begleitung eines eigenwilligen mexikanischen Hundes, der nicht mehr von seiner Seite weicht, beißt er sich durch, unverdrossen das vorgebene Ziel vor Augen.Um die Pistole ranken sich furchtbare Legenden. Nach und nach erzählen Betroffene Jerry seltsame Geschichten. Verbinski blendet sie wie alte Filmausschnitte im Stil von Italowestern ganz witzig dazwischen. Alles strebt nun auf den entscheidenden Showdown zu, in dem die mysteriöse Waffe erneut eine bedeutsame Rolle spielen wird ...In dem US-Boxoffice-Hit stehen die beiden Superstars Brad Pitt und Julia Roberts erstmals gemeinsam vor der Kamera. Durch die raffinierte Story spielt jeder praktisch in seinem eigenen Film. Das wertet den spaßigen Streifen mächtig auf, macht ihn zusätzlich spannend und unterhaltsam. Man wünscht sich, dass das schöne Paar nach all dem Trubel endlich wieder zusammen findet. Und dank der pfiffigen Auflösung, der guten Story und der knackigen Darsteller verlässt der Zuschauer am Ende das Kino tatsächlich in durchaus gehobener Stimmung.
(Heinz Holzapfel)

Ein Wonnemonat für Filmfans
Neustarts und Preisverleihungen im Mai – Vorspann 05/26
„Es geht vor allem um Selbstermächtigung“
Regisseur Markus Schleinzer über „Rose“ – Gespräch zum Film 05/26
Was es bedeutet, ein Mädchen zu sein
„Girls Don’t Cry“ im Odeon – Foyer 04/26
Die Hose als Freiheit
NRW-Premiere von „Rose“ im Düsseldorfer Cinema – Foyer 04/26
Köln als Geburtsstadt des Kinos
Stefanie Wüster-Bludau über die Jubiläumsveranstaltung „Wir feiern 130 Jahre bewegte Bilder“ – Portrait 04/26
Feiern im Kreis von Freunden
„Die Schwester der Braut“ im Filmforum – Foyer 04/26
Filme in die Welt tragen
Das Internationale Frauenfilmfest Dortmund+Köln – Festival 04/26
„Kein großes Spektrum an Geschlechtsvielfalt“
Schauspielerin Caro Braun über „Rose“ – Roter Teppich 04/26
Ein Fest im Dunkeln
20 Jahre Filmforum NRW – Festival 04/26
Weimerer Republik
Zur freien Filmkunst – Vorspann 04/26
Film für die ganze Familie
„Mein Freund Barry“ im Cinedom – Foyer 03/26
Was uns blüht
Die Oscars und die Zukunft mit KI – Vorspann 03/26
Zu Unrecht beschuldigt
„Blame“ im Odeon – Foyer 02/26
Bilder von Arbeit, Arbeit am Bild
Das Symposium der dokumentarfilminitiative im Filmhaus Köln – Foyer 02/26
Fiktion mit realen Hintergründen
„White Snail“ im Filmhaus – Foyer 02/26
Nur das Allerbeste?
Vom kollektiven Drang zum relativierten Superlativ – Vorspann 02/26
Alles auf Anfang
Lebensfragen aus weiblicher Perspektive – Vorspann 01/26
„Es ist niemals Pause“
Katharina Pethke über ihre Filme zur Arbeitswelt – Portrait 12/25
„Stromberg hat Relevanz für die heutige Zeit“
Ralf Husmann über „Stromberg – Wieder alles wie immer“ – Gespräch zum Film 12/25
„Beweise sichern für das, was afghanische Frauen durchmachen“
Sahra Mani über ihren Film „Bread & Roses: A Fight for Women's Rights“ - Portrait 12/25
Langfilmdebüt einer Schauspielerin
„Paternal Leave – Drei Tage Meer“ im Filmhaus – Foyer 12/25
Heldenspektakel
Männerrollen auf Leinwand – Vorspann 12/25
Grenzenlos
10. European Arthouse Cinema Day – Festival 11/25
In NRW wird Kino wirklich gelebt
Verleihung der Kinoprogrammpreise NRW in der Wolkenburg – Foyer 11/25
Raus aus dem Schmuddelwetter
Tiefgründige Filme im No!vember – Vorspann 11/25