In der aktuell ausliegenden Ausgabe von choices befassen wir uns anlässlich des Weltfrauentages mit den heutigen Herausforderungen von Frauen. Doch was ist der Weltfrauentag, und was ist in Köln geplant?
In den USA organisierte das Frauenkomitee der Sozialistischen Partei Amerikas 1909 einen nationalen Kampftag für das Frauenstimmrecht. Dies wurde 1910 von den amerikanischen und deutschen Delegationen bei der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen aufgegriffen, die den internationalen Frauentag einführte. Seitdem durchlief er zum Teil wegen seiner Verbindung zum Sozialismus eine wechselvolle Geschichte. Mit der Frauenbewegung der 60er Jahre wurde der Tag im Westen deutlich gestärkt und schließlich von der UN unterstützt. 2015 lautet das UN-Motto zum Frauentag: „Make It Happen“. In Deutschland gilt erneut das Motto: „Heute für morgen Zeichen setzen“.
Das Kölner Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern veranstaltet bereits am Freitag (6.3.) ab 17 Uhr am und im Historischen Rathaus einen Abend mit dem Titel „Frauen … von Rollenbildern, Vorbildern, Selbstbildern“, der von OB Jürgen Roters und der Gleichstellungsbeauftragten Christine Kronenberg eingeleitet wird. Gespannt sein darf man auf Gäste und einen „Women Slam“. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ im Atrium finden sich Informationsstände von 50 Kölner Frauenorganisationen. Um 18 Uhr beginnen vier parallele Workshops: „Selbstmarketing – eigene Kompetenzen bewusst machen“; „Das Frauen- und Mädchenbild in der Werbung – Interventionen gegen sexistische Werbung“; „Unbezahlte Arbeit in Familie und Ehrenamt – von Vor- und Nachteilen für Frauen“; „Frauen in Köln – berühmte Kölnerinnen als Vorbilder“. Eine abschließende Zusammenkunft bietet Gelegenheit zum informellen Austausch (www.stadt-koeln.de).
Am Samstag (7.3.) findet in Köln-Mülheim wieder eine von unterschiedlichen Frauenverbänden anberaumte Demonstration zum Internationalen Frauentag statt, bei der Frauen und Mädchen ihre Forderungen, Visionen und Anliegen auf die Straße bringen können (12 Uhr Auftaktkundgebung, 13.30 Demonstration, 14.30 Kundgebung mit Kultur, Reden, Kaffee und Kuchen).
Am Sonntag (8.3.) selbst findet mit unterschiedlichen Referentinnen und Workshops u.a. die Veranstaltung „Wem gehört mein Körper – Frauen, Körperlichkeit & Selbstbestimmung“ statt (14-19 Uhr, Bürgerzentrum MüTZe in Köln-Mülheim, www.muetze-buergerhaus.de). Im Bürgerzentrum Ehrenfeld wird ab 15 Uhr gefeiert (www.buergerzentrum.info). Unterdessen bietet das Rautenstrauch-Joest-Museum zusammen mit der Hilfsorganisation CARE am Sonntag Führungen an: „ Die andere Seite: Frauen im Rautenstrauch-Joest-Museum“ soll sich den Frauen hinter den Kulissen des Museums und hinter den Exponaten widmen (12.30 Uhr, 14.30 Uhr, 15.30 Uhr, 16.30 Uhr, www.museenkoeln.de/rautenstrauch-joest-museum). Um 17 Uhr gibt es einen Vortrag mit dem Titel „Der Erste Weltkrieg und die Kölner Frauen(bewegung)“ von Irene Franken im Stadtmuseum (frauengeschichtsverein.de).
Am Montag (9.3.) beginnt um 15 Uhr die Veranstaltung „Lei(s)tungsfrauen“ im Neuen Senatssaal des Uni-Hauptgebäudes mit einer Podiumsdiskussion über die Karrierechancen von Frauen sowie Ausschnitten aus der WDR-Dokumentation „Weltkonzerne und Frauen“ und Kabarett von Anny Hartmann (www.gb.uni-koeln.de).
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