Die junge Elcim hat die acht Jugendlichen der Aerobic-Truppe fest im Griff. „Du kannst uns so rumkommandieren wie deinen Freund“, frotzelt jemand. Die 16jährige Schülerin quittiert das mit einem hellen Lachen – und zieht ihr Programm durch.
Kein anderes Melodie-Instrument wird in der populären Musik so multistilistisch eingesetzt wie die Gitarre. Rock- und Popsounds scheinen ohne kreischende Gitarrenriffs undenkbar, die Zeit des Fusionjazz wäre ohne markante Gitarristen wesentlich kraftloser ausgefallen, und im Jazz reagiert der gesamte Bandklang auf den Einsatz einer Gitarre bis heute grundlegend. Vom Swing der Pariser Hot Club-Szene über folkloristische Saitentradition aus Spanien, erdig legendäre Bluesroots bis zu knorrig verqueren Improvisationen des harten modernen Jazz präsentieren die Leverkusener Jazztage in ihrer 31. Ausgabe einen Rundumschlag über die Welt aus sechs Saiten.
Die Wogen glätten sich nur langsam, so verstimmt war die Bürgerschaft über das Großprojekt von Stadt und Kölner Oper, den „Grünen Ring“ des Regisseurs Robert Carsen in Shanghai im Rahmen der Weltausstellung zu präsentieren. In Zeiten knapper Kassen lassen sich solche Großtaten mit unkalkulierbarer Vorteilsnahme in der Zukunft nur durch rosarote Brillen betrachten, sonst wagt sich niemand in die Terra incognita:
328 Gastspiele haben die freien Tanzcompagnien 2009 auf die Tanzbühnen des Landes gebracht. Eine Vielzahl von Stilvarianten, neue theatrale und choreografische Ansätze begeisterten das Publikum. Viele junge Talente bereichern inzwischen wieder die Szene.
Das will so gar nicht zusammenpassen mit dem „Bericht über selbstständige Choreographen und Tanzcompagnien in Nordrhein-Westfalen“, den das in Köln ansässige NRW-Landesbüro Tanz jetzt vorgelegt hat. Er zeigt ein eher trübes als sich aufklarendes Bild vom Tanz in NRW.
Eine Frau greift nach der Macht, sie will nach ganz oben: Poppea setzt alles daran, um Kaiserin von Rom zu werden, und kämpft mit den Waffen, die ihr als Frau in einer von Männern bestimmten Gesellschaftsordnung zur Verfügung stehen. Mit Intelligenz und Verführungskunst gelingt es ihr, die Geliebte Kaiser Neros zu werden. Sie macht ihn hörig, bringt ihn dazu, Recht und Gesetz zu brechen, damit er sie am Ende zu sich auf den Thron hebt. Und er geht ohne Skrupel darauf ein.
Die Musikindustrie ist ein merkwürdiges Geschäft. Denn während in jedem anderen Business der Geschäftsidee schnell die Strategien zum Geldverdienen folgen, arbeiten im Musikgeschäft Musiker und Labelmacher oft jahrelang für einen Hungerlohn. Trotzdem wird die interessante Musik in der Regel ohne großen Kapitaleinsatz gemacht.
Auf die Frage, ob es denn noch immer etwas Neues zu berichten gebe in der Alten Musik, schnappten die befragten Musiker dieser besonders in Köln häufig anzutreffenden Spezies erst einmal nach Luft: Ein Leben kann nicht reichen, die Schätze zu bergen, von deren Existenz selbst noch niemand wissen kann, die aber in Archiven schlummern, und außerdem werden die Erkenntnisse mit der Alten Musik auf immer neuere Gebiete und Werke angewandt.
Ein Netzwerk aus Freundschaften – die Skizze auf einer Einladungskarte zum 80. Geburtstag von Daniel Spoerri zeigt, wie sehr die Schweizer Kunst in den 1960er und 1970er Jahren verflochten war. Aber nicht als lokale Sache, sondern als gegenseitige Inspiration von Freigeistern der Weltkunst. Im Mittelpunkt steht Daniel Spoerri, der 1930 in Rumänien geboren wurde und erst mit 12 Jahren in die Schweiz kam. 1950-1954 studierte er Klassisches Ballett in Zürich und Paris, wo er Jean Tinguely kennenlernte.
Auch wenn sie sich – am rechten Ort – auf die Dimensionen des Tanzes konzentriert: „Tänzer.Sein“, die derzeitige Ausstellung des Deutschen Tanzarchivs der SK Stiftung Kultur, zielt auf das Wesen von Kunst überhaupt, auf die Konstitution des Menschen unter den Gesetzen der Schwerkraft. Für die Skulptur ist dies ohnehin ein Thema, schließlich gibt es immer wieder Kollaborationen von Bildhauern und Tänzern.
Wer die höchstdotierten deutschen Jazzpreise abräumt, den sollte der Jazzfreund kennen dürfen – manchmal gerieren sich diese ausgezeichneten Personen eher unauffällig. Frederik Köster bläst die Trompete und besitzt für gewünschte jazzsinfonische Effekte ein ganzes Jazzorchester: Akustisch will er sich also nicht verstecken.

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