Ein wenig hatte man sich ja schon gewundert. Inmitten von deutschen Kriegstötungen und sich verschärfenden sozialen Antagonismen fällt deutschen Musikanten nichts Besseres ein, sich die Sicherheit der Zweierbeziehung als Gegengift zur „Welt, in der nichts bleibt“ zu wünschen.
Auf der rechten Bühnenhälfte der Kölner Oper thront pyramidenförmig das Gürzenich-Orchester mit roten Fez-Hüten. Soll hier einer der großen Klassiker des Broadways dem „Humba, Humba,Tätärä“ der Kölner Karnevals geopfert werden, fragt man sich verwundert.
Was lange währt, wird endlich gut. So sagt man, aber was ist, wenn nach langer Warterei doch nichts Brauchbares entsteht? Dann ist die Enttäuschung doppelt groß.
„Also sprach sie und rief den schöngelockten Gespielen: Dirnen, steht mir doch still! Wo fliehet ihr hin vor dem Manne? Meinet ihr etwa, er komme zu uns in feindlicher Absicht? Nein, er kommt zu uns, ein armer irrender Fremdling, dessen man pflegen muß.
Natürlich, der Besuch der Ausstellung der Gemälde von Claude Monet ist ein Muss. Zu lange waren seine Bilder hier nicht mehr ausgestellt, zu bedeutend ist sein Beitrag zur Weltgeschichte der Malerei. Eindrucksvoll sind diese Werke ohnehin.
„Alla turca“ klingt verführerisch, süß, duftend, fremdartig, orientalisch geheimnisvoll. Mozart liebte die Türkenoper, seine Entführung aus dem Serail spielt zwischen Säulen und bärtigen Männern in bunten Pumphosen. Fazil Say, Pianist aus Ankara, kam als 17jähriger Stipendiat nach ersten Studien in der Türkei ins gepflegte Düsseldorf am Rhein, um...
Wer als Musiker oder Band etwas auf sich hält oder werden möchte, geht in eine der Metropolen Deutschlands, Köln, Hamburg, München oder vorzugsweise Berlin. Dieses ungeschriebene Gesetz gilt seit Jahrzehnten und die Dringlichkeit, einen solchen Schritt zu tun, scheint...
Mit einem „antörnenden“ Theaterstück in den Silvesterabend einsteigen. Das hat Tradition im (deutschen) Kulturbetrieb. Im Fernsehen war es einst Millowitsch, der die Familie vor dem Pantoffelkino versammelte, ehe man sich mit der obligatorischen Show dem Gläser-Anstoßen näherte.
Wie golden waren die Zeiten, als große Städte noch eigene Operettentheater besaßen. Es gibt eine unglaubliche Zahl witziger Operetten mit wunderbarer Musik, die alle kein Zuhause mehr besitzen...
Die persönlichen Spuren im Büro sind noch spärlich. Seit 1. Oktober leitet Bettina Milz das Referat Theater und Musik der Abteilung Kultur in der Düsseldorfer Staatskanzlei, doch viel Zeit zum Eingewöhnen blieb ihr in ihren ersten hundert Tagen nicht...

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