Es braucht seine Zeit, bis man in Leben ankommt. Instinktiv beginnt man zu spüren, dass das mit dem freien Willen so ’ne Sache ist. Was man auch tut, irgendwie wird man doch nur hin und her gestoßen. Von wem oder was auch immer. Die eigenen Aktionen verkommen zu plumpen Reaktionen. Ein Bewusstsein von Machtlosigkeit wird zum stillen Wegbegleiter. Doch wie damit umgehen?
Sich der Leere ergeben?! Schon beim bloßen Anblick von Cornelia Wilhelms fotografischen Momentaufnahmen läuft einem ein Schauer über den Rücken. Good old Coney Island, N.Y., 1986, „Shot By Both Sides“ [Bentelli].Desillusionierender kann ein Vergnügungspark kaum sein. Vergessen, untergegangen im Grau-in-Grau der Realität. Doch trotz der bleiernen Tristesse: Seine Protagonisten leben, leben weiter, überleben zumindest. Das sollte einem zu denken geben. Die Frage ist wie? Und die Wichtigkeit des Wie?

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Die Skyline im Blick
Benjamin Schmid in Düsseldorf – Klassik am Rhein 06/26
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