Es gibt 407 Beiträge von Raspa
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21.01.2007
Dear Dame Helen,
You have certainly performed a most extraordinary job in the way you portray the monarch. To be sure, the other actors and actresses do their best as well, but your achievement can only be marvelled at.
And, please, tell the German audience that they ought to watch this document of an imprisoned way of life in the original language since otherwise they would lose all the charms of your exquisite way of using your mother tongue.
Yours most sincerely Raspa
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24.12.2006
Mag ja sein, dass viele Details historisch korrekt sind, z.B. die Waffentechnik der damaligen Zeit. Oft aber merkt man allzu deutlich, dass hier Menschen der Neuzeit in der Verkleidung mittelalterlicher Personen agieren. Ich nenne nur ein Beispiel, das gleich zu Beginn des Films vorkommt: Balians Frau bringt sich um, weil ihr Kind gestorben ist. Wer weiß, dass damals eine extrem hohe Kindersterblichkeit zur selbstverständlichen Lebenswirklichkeit zählte, kann diesen Drehbucheinfall, der dem Protagonisten ja erst den Weg gen Jerusalem weist, nur für ganz und gar deplatziert halten.
Insgesamt ein Film, der auf großer Leinwand sicherlich einiges an Schauwerten zu bieten hat (ich sah ihn leider nur auf DVD), insgesamt jedoch einen höchst schalen Eindruck hinterlässt.
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21.12.2006
Über die Qualität der Darsteller ist in den bisherigen Beiträgen schon alles gesagt worden. Und natürlich ist auch Michael Ballhaus' Kameraarbeit wieder brillant.
Was aber die Wucht des Films meiner Meinung nach unnötig verwässert, sind die Szenen, in denen es um die Zuneigung der beiden jungen Protagonisten zu derselben Frau, der Psychotherapeutin, geht. Die Handlung hätte sehr gut ohne dieses abgegriffene Motiv auskommen können und wäre dann stringenter und geradlinigwer gewesen. Aber vielleicht ist man davor zurückgeschreckt, dem Publikum einen reinen "Männerfilm" zu präsentieren.
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24.11.2006
Bis auf den letzten Satz - Goyas Geister sei eine Mischung aus Amadeus und Kuckucksnest -, der mir reichlich weit hergeholt erscheint, kann ich nur jede Aussage aus Observers Kritik voll und ganz unterstreichen. So muss man heute historische Filme machen: ohne plumpe Aktualisierung und dennoch mit dem Maß an Erkenntnis, das den Blick eines heutigen Intellektuellen verrät. Seht euch den Film bald an, er wird bestimmt kein Renner und dürfte bald wieder aus den Kinosälen verschwinden, so wie ich den derzeitigen Massengeschmack einschätze.
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20.11.2006
Dieser Film ist nicht spannend. Dieser Film orientiert sich nicht an heutigen Sehgewohnheiten. Dieser Film konnte kein kommerzieller Erfolg sein.Dieser Film ist eine Zumutung.
Ich sage: Dieser Film ist wunderbar. Dieser Film hat einen großen Atem. Dieser Film wird Bestand haben.
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29.10.2006
Bemerkenswert die ausgezeichnete Kameraarbeit von Florian Ballhaus und die Liebe zum Detail in der Ausstattung. Die Figuren insgesamt sind etwas typenhaft, selbst Meryl Streeps Ice Queen ist bei aller schauspielerischen Brillanz eine eher vordergründige Charakterstudie. Klar, es geht um die Dialektik von Erfolg und Anpassung, und da bietet der Fim schon ein wenig Anlass zur Reflexion, er geht dabei aber kaum über eine oberflächliche Kritik an der fragwürdigen Glamourwelt dieser Branche hinaus. Früher hätte man so etwas wohl ein Sittenbild genannt.
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26.09.2006
Ein ruhiger Film, ein unpathetischer Film, ein bedrückender Film, ein hervorragender Film.
Mehr gibt es eigentlich gar nicht zu sagen, außer: Lohnt es sich, in "Apocalypse Now" oder in "Full Metal Jacket" zu gehen? Man wusste doch auch vorher schon, dass der Vietnamkrieg grauenvoll war! So viel nur zum, vorsichtig formuliert, unsachlichen Kommentar von "Rambolinchen". Niemand sollte sich davon abhalten lassen, diesen Film anzusehen.
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18.09.2006
Das Hauptproblem des Films ist - und das empfand ich vor ca. 20 Jahren bei der Lektüre des Roman schon genauso - , dass es unmöglich ist , starke Gefühle für eine Hauptfigur zu entwickeln, die weder gut noch böse ist, die vielmehr einem Raubtier gleicht, das nicht aus Mordgier, sondern aus reinem Instinkt heraus tötet. Und da auch die anderen Figuren - vielleicht ausgenommen die des adligen Vaters - kein echtes Interesse im Betrachter auslösen, bleibt das Ganze trotz aller Raffinesse im Einzelnen doch arg kunstgewerblich und vermag nicht wirklich zu fesseln. Ich hoffe, dass der von mir sehr geschätzte Tom Tykwer sich erst einmal gründlich ausruht und dann wieder einen aufregenden "kleinen" Film dreht, bei dem er keine zig Millionen verpulvern und wieder hereinholen muss.
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04.09.2006
muss nach so viel überschwänglichem Lob auch erlaubt sein. Der Film beginnt in der Tat herrlich mit der Friedhofsszene und gewinnt rasch an Fahrt. Die Großaufnahme des sich mit Blut vollsaugenden Küchenpapiers hätte auch Hitchcock gefallen.
Auch am Ende wird man noch einmal gepackt. Dazwischen gibt es aber auch einige Längen, viel spanisches Lokalkolorit, amüsant, aber nicht unbedingt mitreißend. Ich jedenfalls sah schon aufregendere Filme von Almodóvar.
P.S.: Man sollte bei der Synchronisation darauf achten, dass die Namen richtig ausgesprochen werden. Die erste Silbe von Raimunda ist wie a-i und nicht wie e-i zu sprechen.
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29.07.2006
Um vom Ende her im Krebsgang zu erklären, warum eine Beziehung gescheitert ist, müsste der Regisseur ein gewisses Gleichgewicht zwischen den beiden Protagonisten herstellen. Dies ist aber hier nicht erfolgt. Die entscheidenden Fehler und Defizite liegen alle bei der männlichen Hauptfigur. Ich hatte gehofft, dass sein abstoßendes Verhalten in der ersten Episode nach und nach erklärlich werden würde; dies geschah jedoch nicht. Das Fazit, dass dieser merkwürdige, bisweilen fast autistisch wirkende Mensch einfach beziehungsunfähig zu sein scheint, ist mir ein zu allzu magerer Ertrag. Deshalb war ich trotz der beachtlichen darstellerischen Leistungen letzten Endes doch enttäuscht von diesem Film.

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