Es gibt 404 Beiträge von Raspa
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06.01.2002
Nun ja, mit Fantasy ist es so eine Sache. Meine Sache ist es eigentlich nicht, dann ist mir Science Fiction lieber, die allerdings im Kino auch nur wenige Höhepunkte wie 2001 oder Alien aufzuweisen hat.
Nun also "Herr der Ringe": Sicherlich, man hat mit Neuseeland ein wunderbares setting ausgewählt, es gibt tolle Masken und Effekte zu bewundern, die Schauspieler geben sich redliche Mühe, aus den eher flachen Charakteren glaubwürdige Gestalten zu machen, und doch: Hingerissen hat mich das alles nicht wirklich, und wenn jemand im Forum den Film zu den besten aller Zeiten zählen zu müssen glaubt, dann fragt man sich, welche Filme aus der Filmgeschichte so jemand denn überhaupt kennt. Zu sagen, dass man sich langweilt, finde ich auch übertrieben, aber dass manche Szenen an besonders effektvolle Freizeitpark-Attraktionen gemahnen, muss auch festzustellen erlaubt sein.
In ein paar Jahren wird der Film im Weihnachtsprogramm von RTL laufen, während im Kino gerade der neueste 1 Milliarde-Dollar-Streifen läuft. Ich will niemandem seinen Spaß an diesem Werk rauben, aber doch festhalten: es ist mehr Mummenschanz als Meisterwerk.
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29.12.2001
Meine Meinung deckt sich weitgehend mit der ersten veröffentlichen Kritik. Auch ich finde den Film durchaus empfehlenswert. Caroline Link hat den Mut, einen über 2 Stunden langen Film mit relativ wenig äußerlicher Handlung zu erzählen, der aber dennoch nicht langweilt. Ein Mitverdienst daran haben der wunderbare Kameramann Gernot Roll und die ausgezeichneten Darsteller, v.a. die beiden Mädchen, die die Tochter als kleines Kind und als Teenager verkörpern. Manche Dialoge sind etwas papieren, Sätze wie "So etwas kann doch im Land von Schiller und Goethe nicht passieren" hat man wirklich schon zu oft gehört.
Gut finde ich, dass Link auf ein exotisches Afrikabild wie in "Jenseits von Afrika" verzichtet, d.h. es gibt keine "schönen" Tierbilder oder Sonnenuntergänge.
Gelungene deutsche Filme sind immer noch zu selten, deshalb: anschauen!
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15.11.2001
Stilgefühl haben sie, die Gebrüder Coen, das muss man ihnen lassen. Thornton in der Hauptrolle ist wie ein melancholischer Bruder von Bogey, und McDormand a hard-boiled lady, wie man sie aus 40er Jahre-Streifen kennt. Allerdings, so konsequent dieser Stil auch durchgehalten wird, so wenig rühren einen diese dauerrauchenden und whiskeytrinkenden Charaktere wirklich an. In seiner Art ist der Film perfekt, aber selbst Eds bevorstehender Tod auf dem elektrischen Stuhl lässt den Zuschauer eigenartig unbeteiligt.
Ich respektiere den konsequenten Stilwillen der Coens, würde mir jedoch als nächstes wieder etwas Fetzigeres wünschen á la "Fargo".
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20.09.2001
Es hätte ein großartiger Film werden können, wenn, ja wenn Spielberg nicht seiner fatalen Neigung zu falsch verstandener Romantik nachgegeben hätte. So wird ein Streifen, der zunächst eine hoch interessante Konstellation aufbaut und mit dem "Teddy" eine wirklich köstliche Figur einführt, am Ende zu einer pseudo-philosophischen Suche nach der Blauen Blume respektive Fee. Ach, wenn man doch nur wüsste, was Kubrick aus dem Stoff gemacht hätte! Sowohl im wörtlichen wie im übertragenen Sinne hätte er sicher weniger mit dem Weichzeichner gearbeitet als sein Kollege.
Fazit: auf jeden Fall ansehen und ein eigenes Urteil bilden, denn es ist ein sehr uneinheitlicher Film,mit großen Stärken und Schwächen, und man sollte selbst herausfinden, ob man ihn zu den "minor" oder den "major works" von Spielberg rechnen möchte.

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