Anfang August wurde Robert Stadlober 28 Jahre jung. Dennoch hat er bislang bereits in rund 50 Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera gestanden, in Hans-Christian Schmids „Crazy“, Marco Kreuzpaintners „Sommersturm“ und „Krabat“ oder in der Titelrolle des „Peer Gynt“ unter Uwe Janson.
Wenn man nicht gerade dem Beruf des Bestattungsunternehmers oder des Gerichtsmediziners nachgeht, hat man in der heutigen Zeit nur recht selten direkten Kontakt mit dem Tod. Umso häufiger wird man indes mit dem Sterben in den Medien konfrontiert. Viele Kinder und Jugendliche dürften schon dutzendfach in Serien und Filmen dem Tod ins Antlitz geschaut haben, bevor er zum ersten Mal real in ihr Leben tritt. Diese Tatsache auf den bloßen Sensationseffekt zu reduzieren und den Medien zu unterstellen, sie würden damit eine voyeuristische Morbidität des Zuschauers befriedigen, ist allerdings zu kurz gegriffen. Das wird insbesondere am Programm des aktuellen Kinomonats deutlich, in dem der Tod und das Sterben mehrfach im Mittelpunkt der Filmhandlungen stehen, dennoch aber in erster Linie philosophische und existenzialistische Fragestellungen thematisiert werden.
Mitte September feierte die Filmmesse Leipzig ihren 10. Geburtstag und hat sich mittlerweile zu einer der attraktivsten Branchenveranstaltungen
gemausert.
Semih Kaplanoğlu, Jahrgang 1963, studierte Film in Izmir. Seit 1984 arbeitete er als Kameraassistent, Autor und Regisseur für das Fernsehen. Sein Kinodebüt gab er 2000 mit „Away from Home“. 2007 bis 2010 drehte er die „Yusuf“-Trilogie, deren Abschluss „Bal“ bildet.
Ab Herbst bietet das Institut Cologne Game Lab von der Fachhochschule Köln den Masterstudiengang „Game Development and Research“ an. Gundolf S. Freyermuth, Professor für Angewandte Medien an der internationalen filmschule köln (ifs), war Mitbegründer des Cologne Game Lab.
Der 1967 in Detmold geborene Wotan Wilke Möhring entschied sich erst mit über 30 Jahren für eine Schauspielkarriere. Nach frühen Auftritten in „Bang Boom Bang“ und „Lammbock“ wurde er mit Filmen wie „Antikörper“, „Video Kings“ und „Männerherzen“ schnell zum Publikumsliebling. Neben Tom Cruise stand er in „Walküre“ vor der Kamera, auch in Christian Alvarts internationaler Produktion „Pandorum“ mit Dennis Quaid war er dabei.
Mit dem Hochsommer verbinden die meisten Cineasten wahrscheinlich Open Air-Kino, eben unter freiem Himmel. Eine besondere Spezies unter den Kinofans trifft sich aber trotz Hitze Ende August, um in acht deutschen Städten ganze Tage im Kinosaal zu verbringen.
Die Ratssitzung zum Haushaltsplanentwurf 2010/2011 hatte durchaus filmreife Momente: Eine Seniorengruppe erteilte OB Jürgen Roters die Rote Karte wegen der angedrohten Kürzungen, wiederholte Buhrufe von der Zuschauertribüne endeten mit Polizeieinsatz, und vor dem Rathaus wurde ebenfalls publikumswirksam gegen die angekündigten Kürzungen im sozialen und kulturellen Bereich protestiert.
Es ist vor allem ein Event für Fachleute: Fernsehmacher – Produzenten, Regisseure, Darsteller, Kameraleute und Musiker treffen sich auf dem Festival Großes Fernsehen, um gemeinsam die neuesten Trends der Fernsehwelt vorab auf großer Leinwand im Kino zu begutachten.
„Enter the Void“ von Gaspar Noé: Über zweieinhalb Stunden lang aus der subjektiven Perspektive seines toten Protagonisten gefilmt. „Kinatay“ von Brillante Mendoza: Der Zuschauer steckt zusammen mit der Hauptfigur in einem Kleinbus, auf dem Weg zu einem fürchterlichen Verbrechen. „Mary & Max“ von Adam Elliot: zwei tragische Hauptfiguren – die eine trinkt, die andere ist Autist. Beide sind animierte Knetpuppen. „Me Too“ von Álvaro Pastor & Antonio Naharro: Nicht nur der lebensfrohe Protagonist leidet am Down-Syndrom, sondern auch dessen Darsteller. Vier komplett unterschiedliche Filme, die im August in unseren Kinos starten, denen doch etwas gemein ist: Sie alle loten Grenzen aus, sie alle bereichern das Kino mit inhaltlich-formellen Grenzgängen. Und das in einer Zeit, in der die Spielräume – vor allem in finanzieller Hinsicht – enger werden.

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The Chronology of Water
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