Die freien Musiker in Deutschland haben auch noch andere Themen zu bieten als die Frage nach den finanziellen Einkünften. Neben den spektakulären Managergehältern sind ihre Bezüge natürlich noch viel spektakulärer – wie jetzt die Initiative des Kulturmanagers Johannes Schatz verdeutlicht.
Tschaikowsky gilt als russische Nationalikone, doch seine Homosexualität ist, wieder einmal, Tabuthema. Ken Russels Film „Genie und Wahnsinn“ aus dem Jahr 1970 machte den Zwiespalt und das Doppelleben, unter dem der Komponist im zaristischen Russland litt, in bombastischen Bildern breitenwirksam öffentlich. Seitdem Putin Homosexuelle mit einer aggressiven Ausgrenzungspolitik verfolgt, wird Tschaikowskys Neigung totgeschwiegen.
Mit der Qualität der Malereien hat es nichts zu tun: Manfred Kuttner (1937-2007) war im Kunstbetrieb über Jahrzehnte völlig vergessen; erst in den vergangenen Jahren wurde sein Werk sporadisch auf Ausstellungen gezeigt. Dass die Bilder von Manfred Kuttner ausgesprochen interessant und – auch zur Zeit ihrer Entstehung – originell sind, das zeigt jetzt die präzise eingerichtete Werkschau in der Langen Foundation.
Lili Fischer ist ein Phänomen. Die 1947 geborene Hamburger Künstlerin ist seit bald vier Jahrzehnten eine Instanz in der deutschen Kunstszene: als munter umtriebige Performance-Künstlerin und als genaue Beobachterin heimischer Riten, unseres Haushaltes und unserer Lebensgewohnheiten.
Heilman und Palermo sind Verwandte im Geiste, auch wenn sie sich nie begegnet sind. Aber sie gehören in etwa der gleichen Generation an, haben zur gleichen Zeit in New York gelebt und beschäftigen sich mit ähnlichen Fragestellungen.
Wir haben uns längst an die Katastrophenmeldungen gewöhnt. Da sinniert die Stadt Duisburg wochenlang, ob sie aus dem Kooperationsvertrag mit Düsseldorf bei der Deutschen Oper am Rhein aussteigt; da weiß das Theater Hagen über Monate nicht, ob es überhaupt einen Spielplan auf die Beine stellen kann.
Tanz im 20. Jahrhundert, das ist nicht mehr alleine die Freude an der schönen Bewegung. Spätestens seit Nijinski das Skandal-Ballett zu Igor Strawinkys „Le Sacre du Printemps“ choreographierte, war der Tanz zu einer Angelegenheit auf Leben und Tod geworden.
Die Erwartungen waren hoch an den Star-Regisseur, der im vergangenen Jahr den „Echo Klassik“-Preis für seinen Lübecker „Wagner-Ring“ als beste Opern-DVD-Produktion einheimste. Anthony Pilavachi begann seine Karriere als Opernregisseur in den 80er und 90er Jahren in Bonn und Köln.
Geschichte wiederholt sich. Nicht als Farce, nicht als Tragödie, sondern einfach nur als schnöde Wiederholung des Immergleichen. Ebenso wenig wie man heute nirgendwo vor alten Derrick-Folgen und dem Song „Where is my mind?” von den Pixies sicher ist, so wenig gibt es eine Chance, folgendem Ablauf der Ereignisse zu entkommen.
Mit dem ersten Rock-Musical „Bye Bye Birdie“ feierten Charles Strouse (Musik), Lee Adams (Song-Texte) und Michael Stewart (Buch) 1960 ihr gleich mit sechs „Tonys“ ausgezeichnetes Broadway-Debüt. Trotz einer starbestückten Verfilmung (1963) mit Ann-Margret, Dick Van Dyke und Janet Leigh blieb das Musical hierzulande nahezu unbekannt.

Warmes Wummern
Larry Goldings Trio in Dortmund und Düsseldorf – Improvisierte Musik in NRW 04/26
Intensiver Stoff
9. Internationales Bonner Tanzsolofestival – Tanz in NRW 04/26
Zwei Wahlberliner
Simon Rattle in der Kölner Philharmonie – Klassik am Rhein 04/26
Streifzug durch New York
Leonard Bernsteins Musical „On the Town“ in Duisburg – Oper in NRW 04/26
Die Gitarre für jede Tonart
Hanno Busch in Gelsenkirchen, Köln und Viersen – Improvisierte Musik in NRW 03/26
Chorstadt rund um den Dom
Drei Konzerte an einem Tag in Köln – Klassik am Rhein 03/26
In Bochum an der Themse
„Eine Bühne voller Händel“ im Bochumer Musikforum Ruhr – Klassik an der Ruhr 03/26
Surreale Realitäten
Marianna Simnett im Max Ernst Museum in Brühl – Kunst in NRW 03/26
Unerhörte Musik
Festival Her:voice in Essen – Oper in NRW 03/26
Helden und große Gefühle
Die fulminanten Choreographien von Brig Huezo – Tanz in NRW 03/26
Weg der Erleuchtung
„Awakening“ an der Oper Bonn – Oper in NRW 03/26
Mit Flöte und Balafon
Jakob Manz European Jazz Night in Köln – Improvisierte Musik in NRW 02/26
Gleichheit und Freiheit
„Grund und Boden“ in K21 in Düsseldorf – Kunst in NRW 02/26
Irrlichterndes Begehren
„Le Nozze di Figaro“ an der Oper Köln – Oper in NRW 02/26
Nie erkaltender Stoff
„I Capuleti e i Montecchi“ in der Kölner Philharmonie – Klassik am Rhein 02/26
Frischer Wind
Louis Philippson im Konzerthaus Dortmund – Klassik an der Ruhr 02/26
Keine Entspannung
Kulturmanagerin Mechtild Tellman über die Zukunft des Tanzes – Tanz in NRW 02/26
Völlig natürlich atmen
Gitarrist Bill Frisell im Dortmunder Domicil – Improvisierte Musik in NRW 01/26
Dirigat mit Temperament
Konzerte mit dem neuen Kölner GMD Andrés Orozco-Estrada – Klassik am Rhein 01/26
Väter und Söhne
Christoph und Julian Prégardien in Dortmund und Köln – Klassik an der Ruhr 01/26
Aus der Perspektive
Ingrid Wiener im Marta Herford – Kunst in NRW 01/26
Hymne an Liebe und Toleranz
„Der Barbier von Sevilla“ an der Oper Bonn – Oper in NRW 01/26
Ab in die Hölle
Zwei Opern mit Bezug zu Dantes „Inferno“ in Gelsenkirchen – Oper in NRW 01/26
Spiel mit der Psyche
Hofesh Shechter gastierte mit seiner Tanzkompanie in Köln – Tanz in NRW 01/26
Internationales Silvesterfest
Künstler von drei Kontinenten begegnen sich in Köln – Klassik am Rhein 12/25