Zerbrechlich ist das Leben, der Mensch ein Spielball des Schicksals, heißt es zu Beginn von Monteverdis 1640 in Venedig uraufgeführter Oper, einem in grellen Farben gezeichneten Lehrstück ganz im Sinne des barocken Welttheaters.
Über allen schwebt die ewige Callas. Noch heute gilt sie manchem Opernfreund in der Rolle der Norma als unerreicht. Dabei ist die Reihe großer Sopranistinnen in ihrer Nachfolge durchaus ebenso beeindruckend: Renata Scotto, Joan Sutherland und Montserrat Caballé haben die „Norma“ gesungen.
Uneindeutigkeit hat es schwer auf deutschen Dancefloors. Wo in anderen Ländern HipHop, House, Dub und Breakbeats in einem Maximum an Glücksgefühlen clashen, regiert hier der gerade, minimale Beat.
„Wunderbar“ ist nicht nur der bekannteste Song aus „Kiss me Kate“, sondern auch Ralf Buddes Inszenierung jenes Broadway-Hits, der in den 50er Jahren das Musical hierzulande salonfähig machte.
Es trifft sich gut, dass die Ausstellung von Christopher Williams zeitgleich mit der von Lothar Baumgarten stattfindet. Beide arbeiten mit konzeptuellen Strategien, die konventionelle Vorstellungen von Kunst unterlaufen – so unterschiedlich ihre Ideen und Umsetzungen auch sind.
Die poppig rote „Valentine“ war meine erste eigene Schreibmaschine, und es wurde ein Design-Ikone, die heute auch im MoMa in New York steht. Aber das konnte ich 1969 noch nicht wissen.
Am Anfang standen abstrakte Skulpturen aus Schrott, später fand Chamberlain auch zur Fotografie. Mit dem Jahr 2011 endete zugleich das Leben des Pop-Art-Stars, der im Dezember verstarb. Was bleibt, sind seine Werke, aktuell zu sehen in der Galerie Karsten Greve.
Wer hätte gedacht, dass Walzertanzen noch so sexy sein könnte. Jedenfalls wenn Martin Schläpfer seine famose Kompanie, das Ballett am Rhein, auf die Bühne scheucht
Es zirpt, es brummt, es zwitschert, wenn die experimentelle SoundArt-Szene ihre Maschinen zusammenstöpselt. Zum zweiten Mal treffen sich ausgewählte Akteure im Forum Freies Theater in Düsseldorf, um in einer einwöchigen Werkstatt ihre Ideen umzusetzen.
Tanz und Politik. Auf den ersten Blick zwei sich widersprechende Bereiche. Das jedenfalls scheint sich nicht nur in den Körpern, sondern auch in den Köpfen von Tänzern und Choreografen festgesetzt zu haben.

Anfassen statt digitalisieren
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Kunst der Gegenwart
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Alles Blau
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Die Erotik des Tanzes
Rafaële Giovanola erhält den Deutschen Tanzpreis – Tanz in NRW 08/26
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Von Hexen und Psychiatern
Sinfoniekonzert „Dämonen“ an drei Orten im Ruhrgebiet – Klassik an der Ruhr 07/26
Von Tod und Teufel
„Walpurgisnacht“ in der Kölner Philharmonie – Klassik am Rhein 07/26
Giftige Hirngespinste
„The blind Owl / Die blinde Eule“ am Theater der Keller – Tanz in NRW 07/26
Die Skyline im Blick
Benjamin Schmid in Düsseldorf – Klassik am Rhein 06/26
Liebe ohne Chancen
„Tancredi“ als queeres Drama an der Kölner Oper – Oper in NRW 06/26
Emotionaler Kraftakt
„Il Trovatore“ an der Düsseldorfer Rheinoper – Oper in NRW 06/26
Klangschlacht
„Verdi Requiem“ an der Essener Philharmonie – Klassik an der Ruhr 06/26