Seit Rolando Villazon und Anna Netrebko bei den Salzburger Festspielen 2005 als Traumpaar auf der Bühne standen, hat Verdis „La Traviata“ einen medialen Boom erfahren, der seinesgleichen sucht. Diese Oper Verdis, 1853 uraufgeführt, gehört neben „Rigoletto“ und „Il Trovatore“ zu seinen bekanntesten Werken.
Es war eine kleine Randnotiz im großen Wirbel um das Bahnhofprojekt „Stuttgart 21“: Eine Gruppe von Künstlern, die jahrelang in alten Eisenbahnwaggons auf dem stillgelegten Stuttgarter Nordbahnhof gelebt und gearbeitet hatte, musste im Mai der Riesenbaustelle Platz machen.
Wenn in den letzten Monaten und Jahren das Gespräch auf die Ruhrgebietskultur kam, glich das oft einem einzigen Jammern und Wehklagen.
András Schiff gastierte in Köln. Er hatte ganz persönlich beladene Stücke mitgebracht, ein Programm von rund 140 Minuten Länge, ein gewaltiges Pensum für ein Recital – so heißt ein Soloabend.
Es ist immer schlecht für das Geschäft, nicht sortierbar zu sein. Das gilt ganz besonders für die Musik. Die Verkaufskraft eines Ballermann-Schlagers liegt immer darin, aus gut bekannten musikalischen Primitivformeln und abgewrackten Sprachphrasen neuen Schwachsinn zu schmieden, der Friseusenherzen betört oder Gerüstbauern ein breit-lüsternes Grinsen um die frühmaroden Zähne zaubert.
Am Ende ergeht es dem Zuschauer – zumindest für einen Wimpernschlag – so, wie den Schauspielern das ganze Stück über: Geblendet von den auf sie gerichteten Scheinwerfern „sehen“ sie nur bis zum Bühnenrand.
Vom Typischen zum Besonderen: Unlängst fanden in NRW einige beachtliche Themenausstellungen zur avancierten zeitgenössischen Plastik statt, die etwa ihrer biomorphen Formsprache und der Verwendung aktueller Materialien nachgingen.
Hand in Hand sitzen sie am Krankenbett. Zu sehen sind auf dem Schwarzweiß-Foto von Nobuyoshi Araki (*1940) nur die Hände und die schneeweißen Laken. Eine Dokumentation der Zusammengehörigkeit, ein Bild der Liebe, eine Ahnung von Endgültigkeit.
Mit dieser Perspektive auf das Werk von Franz Erhard Walther konnte man nicht rechnen. Das Krefelder Haus Lange widmet sich diesem wichtigen Künstler.
Auch b.10, die zehnte Premiere von Ballettchef Martin Schläpfer mit dem Ballett am Rhein in Düsseldorf ist wieder ein ästhetischer Genuss: Purer Tanz in höchster Vollendung zu postmodernen Kompositionen von Schnittke, Lachenmann und Strawinsky.

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